Keine Empfehlungen mehr.... aber ein Gartentagebuch....( aus irgendeinem Grund kann ich die Überschrift nicht löschen......)

 

 Hier möchte ich gerne über den täglichen Gartenwahnsinn aus meinem Dornröschengarten berichten. Da ich einfach gerne schreibe - die LandGang Leser kennen meine Gartenkolumne - und seit langem ein privates Gartentagebuch führe, in dem ich alles aufschreibe was im Garten gerade gemacht werden muß, was blüht, was nicht gedeiht und welche Pflanze sich als Superstar entwickelt, habe ich mir gedacht ich schreibe das alles auch mal hier hinein. Mein Gartenbuch wollte kein Verlag haben, aber macht nix, hier kann ich schreiben was und wie ich will...

Ob ich es aber regelmäßig schaffe und ob auch mal Fotos dazu kommen? Mal sehen...

 

Wir haben den 12. Okt. 2018 und es regnet vor sich hin- Endlich mal öfter Regen! Gestern habe ich noch ein paar Beete gegossen, weil es so stürmisch und der Boden unter den großen Bäumen schon wieder völlig ausgetrocknet war. Und ich habe in den letzten Tagen gaaanz viele zweijährige Stauden wie Rudbeckia triloba, Verbascum chaixii und Erigeron Sommerneuschnee gepflanzt. Alle meine blauen Eisenhutstauden habe ich aus den Beeten genommen und eingetopft. Es ist dort zu schattig geworden, vielleicht finden sie im nächsten Jahr Abnehmer und bekommen ein neues, sonnigers Zuhause. Dafür habe ich ganz viele verschiedene Strauchhortensien an die freien Stellen und zwischen meine Historischen Rosen gesetzt. Nachdem ich mit der Sorte Limelight und Pinky Winky sehr gute Erfahrungen gemacht habe. ( Sie wachsen im Schatten, müssen nicht abgesstützt werden, kommen mit Sandboden zurecht, ein scharfer Frühjahrsschnitt und ein wenig Wasser ist alles was sie brauchen und sie blühen ab August zwischen vielen abgeblühten Stauden und Rosen und verwandeln den schon herbstlichen Garten zusammen mit Phlox, Chelone, den vielen Gräsern, Astern, Großen Erigeron Sommerneuschnee, vielen Persicaria - Sorten, Verbenen, meinen besonderen Lieblingen, den Rudbeckia triloba, hohen Tagetes, Dahlien, wieder durchgetribenen Storchenschnäbeln, Echinaceaen, Chelone, Cimicifugas, Clematis, späten Rosen und vielen mehr in ein blühendes Paradies. Auch die vielen Funkien sehen immer noch gut aus. Hagebutten und die Früchte der Pfaffenhütchen und Zieräpfel beginnen zu leuchten.

Wer hätte gedacht das sich der Garten nach der Hitze so gut erholt und mir noch so eine Pracht beschert? Nur die Blätter des Geißbarts waren völlig verbrannt, so das ich ihn schon vor Wochen ganz zurückschneiden musste. Ob er nächstes Jahr wieder so schön wird wie sonst? 

Auf die kahlen Plätze habe ich große Kübel mit Gräsern und Dahlien gestellt. Jetzt fallen die Lücken nicht mehr so auf.

Die ersten Tulpen und Allium sind eingetopft und warten darauf in den nächsten Wochen in die Beete zu kommen. Ich genieße die herbstliche Blütenpracht und mache mir Notizen, welche Stauden im Oktober noch umgesetzt werden müssen. Eigentlich wollte ich ja nicht mehr sooo viel umpflanzen, aber im Vorgarten möchte ich noch sehr viel umändern, damit es nächstes Jahr mal ganz anders aussieht, vor allem noch schöner...

 

 

Es ist Anfang November und der Jährliche Blätterwahnsinn ist in vollem Gange....Ich hasse die vieeeeelen Roteichenblätter! Glatt wie Papier, ca. 25 cm lang und dank unserer über 30 Jahre alten Bäume überall... sie bleiben nicht liegen und verrotten nur eingeschichtet im Kompost, nie in den Beeten oder auf den Wegen und auch nur sehr langsam. Wegen meiner vielen Zwiebelblumen muß jedes Blatt mühsam einzenld aufgespießt, in Säcke gestopft und auf den Kompost transportiert werden..... mit all den anderen Kiefernnadeln normalen Eichen- und Ahornblättern kommen ca. 200 große Müllsäcke und unzählige Schubkarren  voller Laub zusammen. Eine anstrengende ,blöde Arbeit, die bis nach Weihnachten dauern kann...

 

Wir haben Mitte Dezember und der Garten wirkt riesengroß und ziemlich kahl. Noch sorgen die vielen Gräser, die immergrünen Pflanzen, bunte Ilex, Pfaffenhütchen und die Scheinaster sommerneuschnee, Rudbeckia Triloba  und viele Rosen für Farbe im winterlichen Garten. Ein paar Schneeglöckchen gucken heraus und die Helleborus haben schon Knospen. Alle Beete sind mit Hornspähne oder Kompost versorgt und zurückgeschnitten worden. Alles was umgepflanzt werden sollte ist an seinem neuen Platz und alle empfindlichen Pflanzen und Töpfe warten im Folientunnel auf den Frühling. Ich auch!

 

 

Im Januar ist nicht sooooviel im Garten passiert, ich war lange krank, deshalb schreibe ich lieber vom Februar...

Die Zaubernuß steht in voller Blüte, der ganze Garten steht dank unzähliger Krokusse und Schneeglöckchen in voller Blüte! Unzählige Helleborus und Christrosen blühen oder haben Knospen , ein paar Narzissenblüten sind zu sehen und die ersten Primeln zeigen Farbe-Die Vögel singen am Morgen und ein paar herrliche Sonnentage hatten wir auch schon.  Dank des warmen Wetters konnte ich bereits die Moosschicht vom Folientunnel schrubben und alle getpften Pflanzen im- und vorm Folientunnel durchputzen. Alles sieht so ordentlich und übersichtlich aus. Hoffentlich bleibt das Wetter so frühlingshaft. In den letzten Wochen hatte ich viel Zeit zum malen und einige meiner Bilder hängen gerade in der Förde Sparkasse in Hohenwestedt, aber wie schön ist es doch nach den langen, dunklen Tagen endlich mal wieder was im Garten machen zu können. Noch stehen meine Dahlien und Cannas im Keller, aber wenn es nicht mehr sooo kalt wird könnten sie doch schon bald in den Folientunnel kommen...