Mein Gartenjahr

Ich möchte hier in den kommenden Wochen über" mein Gartenjahr"schreiben:

Über Pflanzen die gerade blühen,die ich zu dieser Zeit aussähe und vermehre und die Gartenarbeiten die gerade erledigt werden müssen.

Tipps und Erfahrungen, Freud und Leid im Garten, von der Freude an Pflanzen und den vielen Rückschlägen und Mißerfolgen.

 

Unsere Gärten sind ein Spiegel unserer Seelen und wachsen und verändern sich mit uns. Für jeden bedeuten sie etwas anderes, egal ob groß oder klein, ob Gemüsegarten, Sammlergarten oder verwilderte Wiese mit zwei struppigen Rosenbüschen.

Wichtig ist ist nur die Freude und das Glück, das wir in unseren Gärten mit den darin lebenden Pflanzen und Tieren erfahren.

 

Ein Garten kann uns mit selbstgezogenen Obst und Gemüse ernähren, kann Prestige - Objekt sein, bietet uns viel Bewegung an frischer Luft, kann unser Sammlerherz erfreuen, beschenkt uns mit Farben und Duft und tröstet unsere Seelen...

 

Ich beginne natürlich mit dem Januar, owohl jeder Leser jetzt natürlich denkt ":Was soll das denn,im Januar passiert im Garten ja gar nichts!"

Stimmt aber gar nicht .Natürlich sehnen wir alle den Frühling herbei und freuen uns schon auf die vielen neuen Blumenzwiebeln die wir in den letzten Wochen noch schnell in die Erde gesetzt haben, aber auch in dieser eher dunklen und trüben Jahreszeit gibt es im Garten einiges zu tun.

Jetzt werde ich natürlich auch darauf hinweisen das alte Gartenkataloge aussortiert werden sollten, Treibhäuser und Gartenschuppen könnten endlich mal aufgeräumt werden, Gartengeräte gereinigt und die selbstgesammelte Blumensaat sollten wir jetzt auch endlich mal aus ihren Behältern herausholen, reinigen , sortieren und in sauber beschriftete Papiertüten umfüllen. (Briefumschläge oder Frühstücksbrottüten aus Papier eignen sich hervorragend.) Aber die "Guten Gärtner" unter uns haben das doch schon alles erledigt, oder.... ?

In dieser Jahreszeit zeigt der Garten seine Struktur, wirkt viel größer. Wir sind nicht abgelenkt durch unsere Lieblingsblumen und ich gehe immer duch den Garten und schaue mir Wege und Beete genau an. gefällt mir die Form der Beete? Ist der Weg nicht viel zu breit ( was in meinem Fall oft heißt, dass hier vielleicht noch ein paar Lieblingspflanzen stehen könnten).Will ich diesen Srauch hier eigentlich behalten oder wäre eine immergrüne Pflanze nicht schöner um im Winter mehr Struktur und einen Blickpunkt zu haben?

 

Ja, bis vor drei Jahren hatte ich im Winter einen sehr formalen und grünen Garten, der mir genauso lieb war wie im Sommer. Aber dann kam der Buchsbaumkrebs und ich mußte Tausende von Buchsbaumpflanzen entfernen und verbrennen.

 

 

 

 

Auf dem unteren Foto ist noch mein Knotengarten im Winter zu sehen.

In den letzten Monaten habe ich viele Hecken durch Eibe, Ilex crenata und Lonicera ersetzt.An bestimmte Wegendungen und als Blickpunkte habe ich Koniferen und Eiben gepflanzt um auch im Winter Struktur in meine Beete zu bekommen. Noch stimmen die Proportionen nicht, aber ich arbeite daran und die Pflanzen wachsen ja schnell. ( Hoffentlich)

Da wir um diese Jahreszeit oft nur Matsch, Regen und Wind haben schneide ich im Nov./Dez. fast alle Stauden herunter. In diesem Jahr hatten wir viele Herbststürme und ich habe auch schon fast alle Gräser zurückgeschnitten.Es gibt bei mir also keine entzückenden Rauhreifbilder mit schneebedeckten Samenständen.Dafür sitze ich gerne mit einem Becher Kaffee auf einer der vielen Sitzplätze im Garten und denke mir neue Pflanzkombinationen aus und wenn ich auch vor einem "leeren Beet" stehe und träume, "sehe" ich meine Pflanzen und die Farben und Proportionen der verschiedenen Stauden genau vor mir.Aber es ist immer die gleiche Geschichte:  Der Garten ist zu klein....

Die ersten Schneeglöckchen gucken schon ganz vorsichtig aus der Erde, ein paar Primeln beginnen zu blühen,und auch einige Christ- und Lenzrosen können sich schon sehen lassen. .

Solange es nicht friert kann man noch sehr gut Koniferen,Rosen und Sträucher pflanzen. Auch Kompost, ob eigener oder gekaufter, und Hornspähne, um das Bodenleben zu aktivieren, kann man jetzt noch verteilen. Aber noch hält sich der Gartenspass in Grenzen.

 

Ab Februar kribbelt es schon wieder in den Fingern:

Die Sämlinge von besonders schönen Lenzrosen, die ich im letzten Herbst ausgesät habe, bekommen das zweite Blatt - auf die ersten Blüten muß ich noch zwei Jahre voller Spannung warten...

Die erste Blumensaat - Cimicifuga, Purpurfenchel  und Verbena bonariensis - kommt in Aussaatkisten und wird für zwei Wochen neben den Folientunnel gestellt.  Es handelt sich um Frostkeimer, d. h. die Saat benötigt Temperaturen um plus 5° C um gleichmäßig zu keimen. Anschließend stelle ich die Kisten wieder in den ungeheizten Tunnel und nach einigen Wochen, wenn die Temperaturen höher liegen beginnt die Saat zu keimen.

Wer keine Möglichkeit hat die Saat nach draußen zu stellen kann den Kühlschrank ( nicht das Gefrierfach!) verwenden oder sich Gibberelinsäure, GA3,in der Apotheke besorgen, incl. Gebrauchsanleitung.

So genannte Frostkeimer sind z.B.

Helleborus,Cimicifuga,Corydalis,Myrrhis odorata, Allium,Angelica,Astrantia,Meconopsis usw....

Die Holzasche, die ich aus unserenm Ofen  oder draußen aus dem Feuerkorb entferne, eignet sich übrigens hervorragen als Kalidünger für meine Rosen und wirkt vorbeugend gegen Pilzbefall. 

  Auf dem oberen Bild ist mein Rosenweg im Winter zu sehen. Die Buchsbaumeinfassungen im mittleren Tei habe ich durch immergrüne Lonicera nitida und Feldsteine ersetzt, die äußeren Kanten sind durch Felsteine begrenzt und mit rotlaubiger Heuchera und Perilla ( rotlaubiges Gewürz) bepflanzt.

Ein Garten ist kein fertiges Objekt, sondern ein Projekt an dem wir mitarbeiten dürfen!!!

 

 

Ab März gibt es dann kein Halten mehr:

Die Winterlinge , verschiedene Schneeglöckchensorten, Krokusse, Nieswurzen, Helleborus, Beinwell,,Gedenkemein, kleine Iris,Lungenkraut, Primeln, Chinodoxa, Scilla und vieles mehr blüht jetzt im Überfluss, in jeder Ecke leuchtet es und ich drehe jeden Tag mehrmals meine "Gartenrunde" um ja nichts zu verpassen und genieße die Kraft der Märzsonne.

Und dann passiert es, die Luft fühlt sich anders an, das Singen der Vögel wird richtig intensiv und es riecht nach Frühling! Ist es die Sonne, die Pflanzen oder duftet die Erde? Seit ich denken kann genieße ich diese besonderen Frühlingstage an denen dieser Duft den Garten erfüllt.

Viele Kartons mit gekaufter und gesammelter Blumensaat werden in den Folientunnel geschleppt. und innerhalb weniger Tage steigt die Zahl der Saatkisten und Schalen - wie in jedem Jahr- bedrohlich an. Alle guten Vorsätzte sind dahin. " In diesem Jahr sähe ich nichts mehr aus!" Wer mich kennt grinst nur.... in einigen Wochen geht das Gejammer dann wieder los, kein Platz und alles ist viel zu voll..... Die Gartenbesucher freuen sich, denn alles was ich nicht unterbringen kann (leider viel) wird günstig abgegeben und getauscht.

Jedes Jahr kommt auch die bestellte Saat der GDS (Gesellschaft der Staudenfreunde) von der jährlichen "Samentauschaktion" dazu. Eine tolle, günstige Möglichkeit an seltene Saaten zu kommen, dann bestelle ich mir auch gerne Raritätensaat beim Jelitto- Staudensaatversand und greife natürlich auch im Supermart zu Sommerblumensaat.

Saaterde kann man überall fertig kaufen. Früher habe ich mir Aussaaterde im Backofen selbst sterilisiert ( ein Schweinkram der sich kaum lohnt), für eigene,preiswerte Saat verwende ich eigenen Kompost, den ich mit Torf mische. Dann gibt es auch ganz viele Zufallssämlinge aus dem Kompost, die aber manchmal ganz willkommen sind. Für die teure Saat oder z. B. eigene Funkiensaat verwende ich aber lieber die gute, gekaufte Erde.

"In einem Samenkorn steckt die ganze Welt!" 

An diesen Spruch denke ich sehr oft, denn nichts ist spannender als Saat in die Erde zu legen und wenn Temperatur, Feuchtigkeit und die Jahreszeit stimmen entsteht neues Leben, neue Pflanzenschätze, und wir( Na ja, nicht ganz, oder?) haben das gemacht....Ist das nicht immer wieder wie ein Wunder?

Dahlien, Cannas, Montbretien und Knollenbegonien werden aus ihrem Winterversteck im Keller ans Tageslicht geholt. Ich pflanze alle in große Töpfe mit Komposterde und stelle sie in den Folientunnel bis es warm genug ist sie in die Beete zu pflanzen. Dann sind sie auch schon vorgetrieben und kräftig genug um nicht sofort von den allgegenwärtigen Schnecken erledigt zu werden.

Die Forsythien blühen und ich schneide beschädigte oder erfrorene Rosenäste zurück. Die moderneren Rosensorten und die Rugosas werden auf ca. zwei Drittel zurückgestutzt, je nachdem wie hoch ich die Sträucher haben möchte.Die "Alten Rosen" schneide ich sofort nach der Blüte und habe im Frühjahr nicht viel Arbeit mit ihnen.

 

 

Es ist Mai, der Glücksmonat der Gärtner.

Über Nacht ist der Garten, nein, die ganze Natur nach ein paar Regentagen einfach explodiert!

Das sprichwörtliche Maigrün haut mich fast um und ich genieße jede Minute die ich im Freien verbringen kann.Es ist viel zu tun: Die Sämlinge aus den vielen Saatkisten müssen möglichst schnell alle in kleine Töpfe pikiert werden. Eine Arbeit die sich mehre Wochen hinzieht und das Schönste am Aussäen ist! Und schon wieder ist nirgendwo mehr Platz! 

Die ersten Frösche hüpfen am Teich umher, die Vögel singen um die Wette und selbst die Hirsche hüpfen voller Übermut mit allen vier Beinen gleichzeitig in die Luft und rennen die Weide rauf und runter.

Alles geht viel zu schnell und jeden Morgen sieht der Garten anders aus... ich habe immer Angst ich verpasse irgendwas und gehe trotz der vielen Arbeit die jetzt im Folientunnel anfällt mehrmals täglich durch den Garten und kann mich nicht sattsehen... was die Nachbarn wohl denken, wenn ich schon wieder meine Runde drehe...

Wenn die Eisheiligen ( um den 15. Mai) vorüber sind kommen auch meine ganzen Kübelpflanzen aus dem Wintergarten und dem Folientunnel heraus. Von Morgens bis Abends werden Fuchsien,Mhyrten,Salbei in verschiedenen Sorten,Sommerblumen, empfindliche Kräuter usw... hin und hergeschleppt, umgetopft, in Beete gepflanzt, gesäubert und beschnitten. Dann muß der Wintergarten geschrubbt und der Folientunnel gereinigt und aufgeräumt werden ( oh, Graus das dauert 2-3 Tage) aber irgendwann ist alles an seinem Platz und ich drehe meine Runde und freue mich über alles was ich geschafft habe. "Im nächsten Jahr mache ich mir aber nicht mehr so viel Arbeit, keine Kübel mehr überwintern"... ha, ha...

Und immer wieder finde ich noch Lücken in meinen Beeten, die unbedingt noch mit Cosmeen, Ziertabak,Verbena, Perilla ( rotlaubiges Gewürz), roter Melde (rotlaubiges Gemüse)Tagetes, Zinnien u.a. gefüllt werden müssen. Und dann muß ich endlich meine Stauden und Rosen anbinden und abstützen. Das ist eine Zeitaufwendige Arbeit die ich nicht sehr mag, die aber wichtig ist.

Unser Grundstück liegt auf einem Hügel und der Wind pfeift ordentlich durch den Garten. Ich muß alles anbinden und abstützen! Oft reißen meine Bänder und meine Stützen liegen samt Pflanzen quer über den Wegen. Zum Rosen- und Rambler anbinden benutze ich oft preiswerte Seidenstrumfhosen (das sieht man kaum...), aber bei dem letzten Sturm sind auch die gerissen. Einmal die Woche gehe ich jetzt systematisch meine Beete durch und ein halber Wald aus Haselnusszweigen, Bambusstöckern, Eisenstäben und unzähligen Staudenhaltern wandert in meine Beete. Bis zum Herbst verbrauche ich ca. 3000m Band zum anbinden. Das muß im Herbst dann alles wieder abgeräumt werden (seufz...). Aber das muß sein und bei den heftigen Stürmen lohnt es sich auch. 

Schon haben die ersten Rosen Knospen angesetzt. Doubble White ist eine der ersten die blüht... jedes Jahr ein Traum! Nachtviolen, weiße Wiesenraute, weiße Silbertaler, Primeln, Tulpen, Allium, Annemonen, Veilchen.... und der frische Austrieb der Stauden...das zarte rote Laub des Purpurfenchels...und erst die ganzen verschiedenen Hostas... die Obstbäume...für all das lohnt es sich am Leben zu sein!

 

 

Dem aufmerksamen Leser wird natürlich aufgefallen sein, das es sich bei dem unteren Bild nicht um ein "Maifoto" handeln kann....sorry ich hatte irgendwie kein schönes...und wolte meine Funkientöpfe zeigen.

Natürlich muß ich auch jetzt schon viel gießen. Hier trocknet der Wind den ohnehin schon trockenen Sandboden sehr schnell aus, egal wieviel Kompost und Mulch ich verteile. Und da ich ständig  neue Pflanzen dazu setzte muß auch kräftig angegossen werden. Leider war hier nie ein großer Garten geplant und ich verfüge über keinen Brunnen und nur einen Wasseranschluß direkt am Haus.Gießen ist also nicht nur teuer, sondern auch sehr Zeitaufwendig.
Am ersten Maisonntag haben wir unseren ersten "Gartentag", das heißt wir haben jeden ersten Sonntag im Monat einen "Offenen Garten", nicht nur am Hauptwochenende im Juni. Je nach Wetterlage haben wir  dann wenige oder viele Gartengäste die dann auch gerne meine kleine Gärtnerei "plündern".Bei diesen Terminen kann ich dann zusammen mit den Gartengästen durch meinen Garten schlendern und fachsimpeln. Am Hauptwochenende ist es oft so voll, das ich mich gar nicht um die einzelnen Gäste und Ihre Fragen kümmern kann (  Das können sie ja jetzt alles lesen...).Vorher wird natürlich alles geharkt und gefegt, wer will sich schon blamieren? Es gibt Kaffe und Kekse und ich freue mich immer über die netten Gespräche.
Der Kräutergarten zeigt noch nicht so viel Farbe aber es duftet schon und die vielen Insekten finden schon genug Nektar.

Und auch dieses Bild passt nicht wirklich zum Text, oder... aber ist meine neue Sitzecke mit der Eisenbank nicht  schön?

Und schon ist es Juni geworden langsam sieht der Garten aus wie ein Dschungel und es ist alles viel zu voll.Aber das scheint mein "Style" zu sein. Ich mag keine Lücken in den Beeten und was für viel Gartenbesucher wie eine Wildnis aussehen mag ist in Wirklichkeit ein genau geplantes und gepflanztes Ganzes. Jedes Beet hat ein unterschieliches Farb- oder Pflanzthema. Der trockene Boden, der Wind, die großen Bäume,der Schatten, die Sonne, all das verlangt nach geeigneten Pflanzen. Ich kann nicht einfach pflanzen was ich möchte, oder was in ein bestimmtes Farbthema passt, sonder ich muß immer nach der "richtigen Pflanze am richtigen Ort" suchen.Und da die Bedingungen für meine Pflanzen sich ständig ändern, muß ich auch die Bepflanzung verändern. Gärtnern beginnt im Kopf... was nicht heißt das die Pflanzen nicht oft selber bestimmen was gemacht wird...
Wie soll ich jetzt noch aufzählen was alles blüht? Die Rosen... was für eine Pracht und was für ein Duft!
Die Glockenblumen, Akelei, Iris, Päonien, Tanacetum, Wiesenraute, Geissbart,Geranium, Malven, und und und.... Manchmal gehe ich noch mal durch den Garten, wenn es schon fast dunkel ist und drehe meine 95 Gartenrunde um all diese Fülle in mich aufzusaugen und ja nichts zu versäumen. Viel zu schnell ist alles verblüht. ein Sturm,eine Hitzewelle, Dauerregen, Hagelschauer... Glückseligkeit ist so vergänglich. Und noch immer wird getopft und pikiert und umgepflanzt, es nimmt kein Ende. Wohin nur mit den ganzen Pflanzen?
Und dann kommt das Hauptwochenende des "Offenen Gartens":
In ganz Schleswig- Holstein machen sich Tausende von Gartenfans auf den Weg um sich viele schöne Gärten anzusehen.
Das ist auch nach 16 Jahren noch immer aufregend für uns. Fremde Leute in den eigenen Garten einzuladen heißt ja auch immer sich der Kritik fremder Menschen auszusetzen und sich ja vielleicht auch zu blamieren. Zum Glück sind 95% der Gäste sehr nett und freundlich und freuen sich über die Möglichkeit in anderen Gärten nach neuen Ideen, Gartentipps, neuen Pflanzen und Anregungen zu suchen. Viele sind Dauergäste und kommen jedes Jahr und an jedem Extratermin und sehen sofort was ich verändert habe, viele kommen das erstemal und erzählen auch ganz viel von ihren eigenen Gärten. Es ist für alle die mitmachen eine schöne Gelegenheit sich auszutauschen und Kontakte zu anderen Gartenfans zu finden. Manchmal ist die Erwartungshaltung sehr groß und es wird freier Eintritt, Kaffe und Torte und ein perfekter Garten und Unterhaltung erwünscht... es sind aber alles Privatgärten, oft mit kleinem Budget und nur der eigenen Arbeitskraft auf ganz normalen Grundstücken, die hier sozusagen ehrenamtlich zur Verfügung gestellt werden. Einige wenige der "Offenen Gärten", deren Besitzer über riesige Grundstücke, mehrere Hilfskräfte und ein sehr großes Gartenbudget haben und über die ständig in der Presse berichtet wird, (Was nicht negativ klingen soll, die Gärten sind wunderschön und die Besitzer genauso engagiert wie andere !) sind oft der Maßstab den die Besucher für die anderen Gärten festlegen. Die Freude und die Ideen und die Arbeit sind auch in den kleineren, nicht perfekten Gärten vorhanden! Auch gibt es immer wieder Diskussionen und Kritik von den Besuchern, wenn in einigen Gärten Eintritt verlangt wird.
Es sind doch nur kleine Beträge für den ganzen Aufwand den die Gartenbesitzer betreiben: Kaffe, Kuchen, Toilette, den ganzen Tag Fragen beantworten und Tipps geben, vorher und nachher alles aufräumen und schön machen, sich den ganzen Tag Zeit nehmen und ihr Grundstück zur Verfügung stellen, Werbung, Parkplätze organisieren, Versicherungen, Hilfskräfte organisieren.... egal wie viel Spaß man bei der Aktion hat, es ist auch viel Aufwand! Und wem das nicht ein paar Euro wert ist, geht dann eben dort nicht hin. Ich finde jeder Gartenbesitzer sollte das selbst entscheiden dürfen.
Viele verkaufen überschüssige Pflanzen an Besucher - so wie ich -das bringt ein bischen Geld ein, wird aber doch immer wieder in die Gärten investiert und die Besucher sehen noch mehr Pflanzen und tolle Deko. Und  das sind doch  auch immer  Schnäpchen: wo bekommen sie so unterschiedliche, besondere Pflanzen, die garantiert anwachsen zu so einem günstigen Preis?!
Diese Tage sind anstrengend, machen aber viel Spaß und es ist schön seine Freude an Pflanzen und Gärten mit anderen zu teilen! Und wenn es jemandem nicht gefällt ist das völlig in Ordnung, es ist mein Garten, mein Geschmack, jeder Mensch mag was anderes und da wir nicht von irgendwelchen Einrittsgeldern leben müssen kann ich in meinem Garten zum Glück machen was mir gefällt, egal ob das gerade "in" ist oder völlig "out" .

 

Eh`` man sich versieht ist es auch schon Juli geworden. Jetzt schneide ich vieles zurück und in die freien Lücken kommen die letzten Sommerblumen, die ich extra zurückbehalten habe. Ich mag es nicht wenn die abgeblühten Stiele der Akelei, Nachtviolen, Silbertaler usw.stehenbleiben und so kommen schnell 15-20 Schubkarren Schnittabfall zusammen. zum Glück wachsen die anderen Stauden schnell in die Breite und freuen sich über das zusätzliche Licht, so das alle Lücken schnell gefüllt sind. Die sehe auch nur ich, Besuchern ist es oft zu voll...egal!Bald haben auch die ersten Rosen ausgeblüht und werden zurückgeschnitten, danit sie Zeit haben neue Triebe fürs nächste Jahr zu bilden ( Alte Rosen blühen am zweijährigen Holz!).Öfterblühende werden ausgeputzt und auch Stauden werden ständig gestutzt und ausgeputzt. Die abgeschnittenen Rosenstiele verwende ich um Stecklinge zu machen. Da gibt es im Internet soviele Videos auf you tube, das ich nicht darauf eingehe... Alte Rosen scheinen nicht mehr so pupulär zu sein. Meine Steckling brauchen länger als früher um Käufer zu finden. Gerne würde ich alle behalten, aber mir fehlt der Platz.
Wenn es im Garten etwas ruhiger geworden ist, kann ich auch mal auf Gartentour gehen und Konttakte mit anderen Gärtnern pflegen. Das genieße ich sehr. Jetzt besteht meine Hauptarbeit neben dem zurückschneiden und pflegen im gießen der vielen Töpfe und der Beete. Am aufwändigsten ist der Folientunnel und die Verkaufspflanzen drumherum, der oder die täglich mindesten einmal 1-2 Std. gegossen werden müssen. Wenn es lange sehr heiß und windig ist komme ich nach ein paar Wochen schnell an meine körperlichen Grenzen, aber ich will das es meinen Pflanzen gut geht, also " Wasser marsch!"
Der Kräutergarten steht in voller Blütenpracht und die Lilien im Duftgarten verströmen einen betörenden Duft. Der ganze Garten ist voller Vögel, Schmetterlinge, verschiedenen Bienen, Hummeln, Libellen, Nachtfaltern, Salamandern Fledermäusen, Ringelnattern und vielem mehr.Voller Duft und Leben.
Jetzt ist auch die beste Zeit noch zweijährige Planzen für das nächste Jahr auszusähen: bei mir sind es verschiedene Königskerzen, Marienglockenblumen, Goldlack, Silbertaler usw...auch Stecklinge von Buchsbaum, Philadelphus, Lavendel, Lebensbaum, Lonicera, Liguster,Clematis usw kann man jetzt gut schneiden und stecken. Ilex und Eibenstecklinge wachsen im August/ September besser an.Es ist so einfach seinen Bestand an Sträuchern und Heckenpflanzen zu vermehren. Die Hecken müssen sowieso geschnitten werden, warum das Schnittgut wegwerfen anstatt daraus neue Pflanzen zu ziehen. Jetzt ist das regelmäßige entfernen der verwelkten Blüten an Rosen, Dahlien, Cosmeen, Lichtnelken, Petunien,Tagetes ,Wicken und allen anderen Sommerblumen ganz wichtig. Eine Blume die blühen soll darf keine Saat ansetzen, sonst denkt sie das sie ihren Auftrag erfüllt hat und hört auf neue Blüten zu Produzieren.Ein Schluck Flüssigdünger, ob gekauft oder einfach aus verdünnter Brennesseljauche ( eine Handvoll Steinmehl auf die Jauche gestreut bindet den fürchterlichen Gestank )hilft den Kübelpflanzen und den Dahlien und Sommerblumen. Rosen bitte ab Mitte Juli nicht mehr Düngen. Der neue, weiche Austrieb erfriert sonst im Winter schneller als ein ungedüngter,kleinerer Trieb.
Wer noch Kompost hat kann seine Beete jetzt noch mulchen um Nährstoffe einzubringen und Feuchtigkeit im Boden zu halten. Grasschnitt ist auch guter Mulch, aber bitte nicht zu dick aufbringen, sonst fault das Ganze.       

Auf dem unteren Foto ist mein Duftgarten mit meinem neuen Stuhl zu sehen. Hier sitze ich nach einem langen Gartentag gerne in der Abendsonne und stelle mir vor was ich alles pflanzen könnte, wenn ich doch nur etwas mehr Platz hätte.

Es ist Hochsommer, der Garten zeigt sich in seiner ganzen Fülle. Ich bin immer noch mit zurückschneiden und ausputzen beschäftigt, Stauden werden abgestützt und hochgebunden, Obstbäume und Hecken geschnitten, Wege geharkt und täglich irgendwo gegossen.Der erste Phlox beginnt zu blühen. Im Juni habe ich von jeder Pflanze ein paar Triebe zurückgeschnitten und als Stecklinge getopft. Die Secklinge sind angewachsen und bekommen auch schon Blüten ( die entferne ich aber, da ich lieber kräftige Wurzeln möchte)die abgeschnittenen Triebe haben sich verzweigt und blühen etwas später, so das ich länger was von meinem Phlox habe. Verblühtes wird in ein paar Wochen abgeschnitten und mit genügend Feuchtigkeit gibt es dann eine zweite Büte, wie beim Rittersporn.Geraniumpflanzen die verblüht sind schneide ich komplett zurück und bekomme genau wie beim Frauenmantel in kurzer Zeit wieder schönes, neues Laub und oft auch neue Blüten. Geranium phaeum Samobar blüht auf diese Weise 3-4 mal.
Jetzt ist es Zeit mit kritischem Blick und Notizbuch durch den Garetn zu gehen: Was sieht nicht gut aus, was sollte erneuert werden, was muß raus, wovon hätte ich gern mehr und welche Farbkombination war nicht so gut, wovon brauche ich im nächsten Jahr mehr....? Manches sollte man sich doch aufschreiben oder einen Stock in die Erde stecken um sich zu merken wo welche Pflanze eigentlich wächst. Im Hebst und Frühjahr sind Funkien unsichtbar und schnell wird irgenwas übereinander gepflanzt oder zerstört.
Jetzt zeigt sich die wahre Kunst der Gartengestaltung. Im Juni sieht jeder Garten schön aus, das ist keine Kunst, aber im August /   September wird es schwerer. Die Farben werden verwaschener, das Licht ist anders, Farbkontraste wirken greller, alles sieht ein bischen müde und staubig aus.
Nicht aufgeben!  Es ist Mitte August und meistens regnet es dann auch . Endlich, sieht der Garten wieder anders aus...Purpurfenchel, die verschiedenen Artemisien und Knöterich Arten, die Rosen, die Sommerblumen, alles holt noch einmal tief Luft und ich freue mich besonders über meiene vielen Blattschmuckpflanzen wie: Melde, Perilla, Funkien,Nesseln, Heuchera," japanische Petersilie" und andere die mit ihrem Laub Farbe und Struktur in meine Beete bringen.

Auf dem unteren Bild ist auf der linken Seite unsere Gunnera zu sehen. Bis zum Herbst wird sie noch einen halben Meter größer sein. Bei Besuchern immer sehr beliebt. Der Kräutergarten ist sehr schmal und lang. Deshalb schlecht zu fotografieren. Mal sehen, im nächsten Jahr möchte ich ganz viel über die Heilkräuter schreiben, die hier wachsen....

 

Der Septembergarten ist ruhiger als in den Monaten davor. Die Gräser und Stauden verbreiten immer noch Dschungelatmosphäre, aber das Licht ist sanfter geworden die Nachblüte der Rosen ist verhaltener als der Rosenrausch im Juni. Die einzelnen Blüten kommen mehr zur Geltung.Wieder schneide ich verblühtes zurück und wenn ich meine "Runde" drehe zerreibe ich gerne die Blätter der Artemisien, Minzen, Fenchel und Salbei.Jetzt ist es auch höchste Zeit Kräuter zurückzuschneiden und zum Trocknen aufzuhängen.
Minzen , Monarde, Agastache, Zitronenenmelisse, Verbena für erfrischenden Tee, Salbei und Odermanning gegen Halsschmerzrn,Rosmarin, Kerbel, Thymian,Liebstöckel, Bohnenkraut usw. zum Würzen, Schafgarbe, Kamille,Lavendel, Spitzwegerich usw gegenErkältungen und vieles mehr. Der kräutergarten schwirrt voller Insekten, besonders die Doldenblütler wie Wilde Möhre ,Angelikastaude und Fenchel werden besonders umschwärmt. Und erst die Buddleija, der Schmetterlingsbusch, den man ebenfalls durch herausschneiden der verblühten Triebe ewig in Blüte halten kann.Die Rugosa Rosen zeigen sich noch einmal von ihrer besten Seite und die ersten Astern beginnen zu blühen. Einige Sorten neigen zum Wuchern und ich reiße jeden Herbst ein paar Schubkarren voll aus den Beeten, aber sie sind zu schön um ganz rauszufliegen.Die ersten Herbstzeitlosen leuchten in den Beeten. Der rot-gelbe Vorgarten glüht seit Wochen mit seinen Sonnenuntergangsfarben. Viele Leute mögen keine Tagetes, aber ich kenne keine andere Sommerblume die so gut mit den trockenen Verhältnissen im Vorgarten zurechtkommt und so lange blüht. Besonders die kleinen Sorten in orange und gelb gehören zu meinen Lieblingen. Die Dahlien "Bishop of Llandaff" mit ihrem roten Laub sind riesig geworden und blühen bis zum Frost. Dann nehme ich die getopften Pflanzen heraus und setze Töpfe mit braun- gelben Chrysanthemen an ihren Platz. Die Cannas mit ihrem roten Laub sind über 2m hoch geworden und wirken sehr exotisch. Kerzenknöterich, Purpurfenchel, rote Monarde, verschiedene Staudensonnenblumen und viele Wolfsmilcharten gedeihen hier ebenfalls gut. Als Ergänzung zu dem rot-gelben Farbthema habe ich rotlaubige Gehölze wie: Perrückenstrauch, Blutberberitze, roten Hasel, Blutpflaume und gelben Ilex gepflanzt. Zwei Zieräpfel sorgen mit ihren gelb-orangen Äpfelchen bis in den Januar hinein für Farbe. Dann blüht auch schon wieder die Zaubernuß - mitten im Schnee.
Wenn ich am Morgen meinen ersten Gartenrundgang drehe, ist immer schon ein bischen Wehmut dabei. Überall hängen Spinnweben voller glitzernder Tautropfen, Blätter liegen auf den Wegen, es richt nach Herst...So bunt und farbenfroh meine Garten auch leuchtet, für mich ist Herbst immer traurig - Abschiednehmen - alles was ich jetzt zurückschneide oder umsetze sehe ich erst in einem halben Jahr wieder, Lücken werden nicht mehr aufgefüllt, ich versuche jede Sekunde zu genießen, jetzt ist auch mehr Zeit einfach innezuhalten, sich hinzusetzen und zu schauen.

 

 

Auf dem folgendem Bild sind gar keine Blüten zu sehen... nein, nur Dschungel und "Bögen" aus Zweigen. Ich gehe zu gerne unter Rosen - und "Zweigenbögen" hindurch. Auch bei Regen ist so ein grünes Dach sehr angenehm.

 

 

Die Koppeln in meinr Umgebung werden abgeerntet und ich bin täglich ein paar Stunden am Blätter harken. Alle Stauden werden zurückgeschnitten. Frostempfindliche Kübel müssen zurückgeschnitten und in den Wintergarten oder den Folientunnel geschleppt werden. Jedes Jahr versuche ich einige große Kübel zu verschenken, aber auch in diesem Jahr habe ich zwei große Oleander und einige Fuchsien auf den Kompost gebracht, weil niemand sie haben wolllte und ich keinen Platz mehr hatte. Schade.
Für Gemüsebeete habe ich auch keinen Platz mehr ,aber ein paar große Maurerkübel besetze ich jedes Jahr mit Kartoffenl, Topinambur, Erdebeeren und Rhabarber. Die eigenen Kartoffeln, frisch geerntet und zubereitet - jedes Jahr ein Genuß!
Dahlien, Montbretien und Knollenbegonien werden zurückgeschnitten und im Keller eingelagert. Die Cannas bleiben in ihren großen Töpfen, werden abgeschnitten und ebenfalls in den Keller gestellt.
Dort wo ich die Töpfe mit den Dahlien und Cannas im Beet versenkt hatte stelle ich jetzt gleich große Töpfe in die ich rote und gelbe Tulpen gepflanzt habe. So habe ich keine Lücken in meinen Beeten, muß den Wurzelbereich der Stauden nicht stören und kann die Töpfe mit den Tulpen aus dem Beet nehmen wenn sie ausgeblüht haben.
Sämtliche Beete werden nun mit Kompost gemulcht, zurückgeschnitten, Stauden geteilt oder  umgesetzt und die Erde aufgelockert. Und das Unkraut? Durch die dichte Bepflanzung und das ständige umsetzen habe ich kaum Unkraut in meinen Beeten. Nur das Vogelfutter, das die Vögel überall im Garten versteuen keimt im Frühjahr und muß rausgezogen werden.
Alle paar Jahre, wenn mein eigener Kompost nicht ausreicht - weil ich ihn zum eintopfen von Rosen und Stauden verwende -kaufe ich mir von der Kompostierungsanlage in unserer Nähe ein paar Kubikmeter Kompost. Die fette schwarze Erde sieht einfach fantastisch aus .Die Beete und der ganze Garten wirken einheitlich und ganz ordentlich. Ein Traum wenn die Schneeglöckchen im Februar aus der Erde kommen. Von den Nährstoffen ganz zu schweigen. Ich hatte auch noch nie Probleme mit Unkraut aus diesem Kompost. Er ist nicht teuer, nur das bringen ist kostspielig, aber es lohnt sich.
Da ich fast alles zurückschneide - außer Gräsern und wenigen Farnen und Stauden - kommen riesige Mengen an Schnittgut zusammen , die ich alle unzerkleinert auf meinen Kompost bringe. Gut gemischt mit unendlich vielen Blättern habe ich nach c.1-2 Jahren guten Kompost, den ich auch zum Topfen verwenden kann. Der Kompost wird nicht gesiebt, oder umgesetzt, aber wenn ich ihn anbreche, regelmäßig gelockert oder durchgegrubbert. Zweige und nicht verrottete Pflanzenteile kommen auf den neuen Kompost und sind im nächsten Jahr zu Humus geworden.
Der Kompost und mein Folientunnel mit der Topfecke sind das Herz des Gartens. Wer die Möglichkeit hat alles zu häckseln, kann die zerkleinerten Pflanzenteile auch gleich als Mulch auf die Beete geben. Darüber denke ich auch oft nach, aber mir wäre es zu Zeitaufwendig, da ich diese Arbeit allein bewältigen muß und das Häckseln dauert mir einfach zu lange.
Langsam wird das Wetter immer nasser, windiger und ungemütlicher.Von Oktober bis Dezember bin ich fast täglich mehrere Stunden damit beschäftigt Laub zu Harken und aus den Beeten zu sammeln.
Das ist die einzige Gartenarbeit die ich richtig hasse!
Ja, ja Laub kann man liegenlassen, Nährstoffe, Mulch, Futter für Regenwürmer usw... alles richtig! Aber nicht bei zwei fast 30 Jahre alten Roteichen mit ca.20 Zentimeter langen Blättern, die niemals liegenbleiben und verrotten. Zwei großen normalen Eichen, Ahornen usw... Und einem Wald in Sichtweite. Jedes Jahr sammle ich über Hundert Säcke und ungezählte Schubkarren voller Laub  von meinen Beeten.                            Meine Schneeglöckchen hätten keine Überlebenschance unter dieser dicken Laubschicht! Birkenblätter,Buchenblätter usw sind eine ganz andere Geschichte und dürfen gerne liegenbleiben.
In diesem Jahr hatten wir nur Regen und eiskalten Ostwind im November, aber manchmal kam die Sonne durch und ich konnte mit meinem Kaffebecher auf einer der vielen Sitzplätze ausruhen und die letzten Gartenstunden in diesem Jahr genießen. Noch blühen ein paar Astern, Primeln,Rosen, die ersten Christrosen haben Knospen. Die Rasenwege werden ein letztes Mal geschnitten, der Folientunnel ist vollgestopft mit Pflanzen und Kübeln, der Wintergarten ebenfalls. Schon gibt es den ersten Frost und ich sitze am Fenster und mache ganz viele Pläne fürs nächste Jahr und warte auf den Frühling-----

 

 

 

Zum Abschluß noch zwei Bilder die ich vom Balkon aus gemacht habe. Das war mein Vorgarten 2015.Ein Blütenmeer, ein Paradies für Insekten, keine Chance dazwischen vernünftige Bilder zu machen.

Ja, man glaubt es nicht, aber das war sogar für mich zu voll und zu üppig!Im kommenden Jahr wird es hier ganz anders und auch etwas "ordentlicher " aussehen, obwohl die Blütenpracht bis zum ersten Frost unglaublich war.

Bei den riesigen weißen Blütendolden handelt es sich um Erigeron Sommerneuschnee, einer zweijährigen Scheinaster ( das heist im ersten Jahr gibt es einen kleinen Sämling und im zweiten Jahr wird die Planze groß und blüht, danach stirbt sie ab und verstreut ihre Saat...dann geht es wieder von vorne los) . Wunderschön, kann aber sehr schnell lästig werden, da sie sich nur dort aussäht wo sie niemand haben will.

Also: alle unerwünschten Sämlinge wegnehmen, einige Pflanzen umsetzen oder für das nächste Jahr eintopfen und im Frühjahr dorthin setzen wo sie in dem Jahr blühen soll

Wenn man zuviele pflanzt oder stehenläßt sieht es aus wie auf den folgenden Bildern...

 

Einen Rosenbusch werden wir dir pflanzen,
mit Blüten so rot wie dein Blut,
mit Dornen, die Gefahren trotzen
Und dich schützen in der Dunkelheit.
Und immer wenn du wirst weinen
um das verlorene Leben,
dann wird ein Blütenblatt ganz leise hinab zur schwarzwn Erde schweben   ( unbekannt )